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Unser "Tiere A-Z" ist eine Ansammlung von Informationen über exotische Tiere; nicht alle hier aufgelisteten Arten sind zur Zeit bei idea zu sehen.

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Anolis carolinensis (Rotkehlanolis)

Rotkehlanolis Anolis carolinensis

Familie:Leguane
Verbreitungsgebiet:im Südosten Nordamerikas in Wäldern und Buschland
Aussehen:Grün bis Braun mit roter Kehlwamme und Haftlamellen
Körperlänge:bis 22 cm, wobei etwa 2/3 der Größe auf den Schwanz entfallen
Ernährung:

Insekten und Spinnentiere, gelegentlich auch reifes Obst

Verhalten:tagaktiv, im Gezweig von Bäumen und Sträuchern in Kolonien lebend
Rotkehlanolis

geboren im Jahr 2005

 

Chamaeleo calyptratus (Jemen-Chamäleon)

Jemen-Chamäleon Chamaeleo calyptratus

Verbreitungsgebiet:Südwestliche Arabische Halbinsel - Buschland, in höheren Lagen auch in seltenem Galeriewald
Aussehen:

grün mit helleren, orangenen oder weißen Stellen, Weibchen einfarbiger - Chamäleons jagen mit ihrer langen Schleuderzunge

Körperlänge:Kopf-Rumpf-Länge ca. 30 cm - Gesamtlänge ca. 65 cm
Ernährung:Insekten, Trinkwasser wird von Blättern geleckt
Verhalten:tagaktiv, im Gezweig von Büschen und Bäumen lebend


Crotaphytus insularis (Wüstenhalsbandleguan)

Verbreitungsgebiet:Südwesten Nordamerikas, hauptsächlich Nevada, Utah und Kalifornien
Lebensraum:trockene und felsige Gebiete
Größe:mit Schwanz bis 35 cm
Aussehen:der Name stammt von dem dunklen Streifen am Hals der Tiere
Ernährung:Grillen, Heimchen, Schaben und Zophobas, aber auch andere kleinere Echsen
Verhalten: tagaktive Kletterer
Schutzstatus:nicht geschützt


Corytophanes cristatus (Helmleguan)

Helmleguan Corytophanes cristatus

Verbreitungsgebiet:Tieflandregenwald in Mittel- bis Südamerika
Körperlänge:ca. 40 cm
Ernährung:Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Zophobas, Wachsmotten
Verhalten:eher ruhige Tiere

Gecko ulikovskii (Goldgecko)

Goldgecko Gecko ulikovskii

Verbreitungsgebiet:Vietnam
Aussehen:

unauffällige, gold-lila Färbung mit der Dämmerungs- und Nachtaktivität angepaßten Augen (Spaltpupille), Füße mit Haftlamellen

Körperlänge:ca. 20 cm
Ernährung:Insekten wie Grillen und Heimchen
Verhalten:dämmerungsaktiv

Iguana Iguana (Grüner Leguan)

Grüner Leguan Iguana Iguana

Verbreitungsgebiet:Zentrales Mittelamerika bis mittleres Südamerika, tropische Regen- und Savannenwälder, immer in unmittelbarer Nähe zu Wasserflächen
Aussehen:Große Kehlwamme mit Kamm vom Nacken bis zum Schwanz, lange scharfe Krallen
Körperlänge:Gesamtlänge bis 2 Meter
Ernährung:

Jungtiere größtenteils tierische Kost wie Insekten, Regenwürmer, nestjunge Mäuse - als erwachsene Tiere meist rein vegetarisch (Kräuter, Gemüse, Obst)

Verhalten:tagaktiv, baumbewohnend, badet sehr gern - die Bewegungen sind meist ruhig und ausgeglichen, Grüne Leguane können sehr zahm werden


Laemanctus longipes (Kronenbasilisk)

Kronenbasilisk Laemanctus longipes

 
Verbreitungsgebiet:Tieflandregenwald im Gebiet südliches Mexiko bis Nicaragua
Körperlänge:ca. 60-70 cm (davon 3/4 Schwanz)
Ernährung:Insekten, aber auch kleinere Echsen und Frösche
Verhalten:tagaktiv


Pogona vitticeps (Bartagame)

Bartagame Pogona vitticeps

Verbreitungsgebiet:Australien, Buschsteppe und lichter Savannenwald
Aussehen:

Schuppen an Kopf und Hals sind bartartig und teils stachelig, Grundfärbung grau oder gelblich

Körperlänge:bis max. 55 cm, Kopf-Rumpf-Länge ca. 25 cm
Ernährung:Insekten, aber es wird auch vegetarische Kost (Obst, Blätter, Blüten) gerne angenommen
Verhalten:tagaktiv, in Gruppen lebend

geboren am 18. Juli 2006


Riopa fernandi (Pracht- oder Feuerskink)

Prachtskink Riopa fernandi

Verbreitungsgebiet:Westafrika bis Uganda und Angola (feuchte, waldige Gebiete - gräbt gerne Gänge in den Untergrund)
Aussehen:

der Rücken ist rotbraun oder gelbbraun; der Kopf ist dunkel abgesetzt, die Seiten sind feuerrot, weiß und schwarz gefleckt

Körperlänge:bis 35 cm
Ernährung:Insekten, Regenwürmer, Nacktschnecken
Verhalten:dämmerungsaktiv


Sceloporus malachiticus (Malachit-Stachelleguan)

Männchen

Weibchen

Heimat:Mexiko bis Panama
Verbreitungsgebiet:

Wüste und Halbwüste

Aussehen:die Weibchen sind eher unscheinbar braun/grün, die Männchen leuchtend grün mit blauem Schwanz
Größe:20 bis 25 cm
Ernährung:Insekten aller Art
Besonderes:

tagaktiv


Thecadactylus rapicauda (Rübenschwanzgecko)

Verbreitungsgebiet:Tropenwälder Mittel- und Südamerikas
Größe:

bis 18 cm

Ernährung:Käfer, Grillen, Würmer, Heuschrecken, gerne aber auch Obst (bevorzugt Bananen)
Besonderes:

nachtaktiv (am Tag im Geäst oder an den Scheiben des Terrariums ruhend)

"Der Leguan ist die Ausgeburt Mexikos, eine Schlange, die den Bann des Papstes verdient. Ein hässliches Gesicht, aber harmlos; ein glitzernder Kamm auf dem Kopf, mit einem Sack unter dem Kinn; ein langer Schwanz und scharfe Knochen auf dem Rücken, die in der Form einer Säge abstehen."

Frühes Zitat über die Leguane in Mexiko aus dem im Jahre 1742
in London herausgegebenen Buch "Essay Towards a Natural History of Serpents" von
Charles Owen

Grüner Leguan

Langsam schleicht Hugo,...

... der ausgewachsene Grüne Leguan, durch die riesige Tropenhalle; vorbei an vielen staunenden großen und kleinen Besuchern, die sich kaum zu bewegen wagen, um das wunderschöne, wenn auch exotische und daher vorsichtig beäugte Tier nicht zu erschrecken. "Wo will er wohl hin?" fragen sich nicht nur die unzähligen niedlichen Zwergwachteln, denen er auf seinen Runden immer wieder begegnet. Auch die beiden Nymphensittiche beobachten von hoch oben das Geschehen. Hat er Lust zum ausgiebigen Schwimmen im Teich? Will er vielleicht zu seiner Futterschüssel, um sich für neue Taten zu stärken? Oder ist er einfach nur neugierig, wieviele Menschenbeine ihm heute wieder im Wege stehen? Bevor Hugo sein Ziel erreicht, muss er aber erst einmal ausgiebig Fotomodell spielen und warten, bis auch wirklich jeder Besucher mindestens ein gutes Bild von ihm geschossen hat. Eine Familie scheint ganz besonders viele Filme mit nach Neuenmarkt gebracht haben, zumindest gestattet man der motorbetriebenen Kamera kaum eine Pause. Bis alle drei Kinder vor, neben und hinter Hugo, stehend, sitzend und gebeugt abgelichtet sind, vergeht eine ganze Weile. Vorbei an Familie Nilson, den zwei lustigen Weißbüscheläffchen, geht es hinauf auf seinen Lieblingsbaum, eine kräftig und groß gewachsene, viele Meter hohe Eselsfeige; von hier oben aus kann er ganz genau beobachten, wer kommt und auch wieder geht, schließlich muss ja wenigstens einer den Überblick behalten. Den haben die Besucher des ersten und bisher auch einzigen bayerischen Schmetterlingsparkes, dem idea DschungelParadies in Neuenmarkt, Landkreis Kulmbach, schon längst verloren. Bei mehreren hundert exotischen Tag- und Nachtfaltern, die um sie herumfliegen, manchmal sogar auf der Kleidung, der Hand oder dem Kopf landen, um dort eine kurze Ruhepause einzulegen oder nach Nahrung zu suchen, kann dies leicht passieren.

Lebensweise

Grüne Leguane, nach dem Waran die größten lebenden Echsen (lat. Iguana Iguana - Klasse: Reptilia, Ordnung: Squamata, Unterordnung: Sauria, Familie: Iguanidae), stammen ursprünglich aus einem riesigen tropischen Verbreitungsgebiet in Mittel- und Südamerika, wo sie am liebsten auf Bäumen in Waldgebieten ruhen, die in der Nähe von Flüssen oder Seen angesiedelt sind. Sie bevölkern alle Höhenbereiche bis etwa 800 Meter und bevorzugen als ausgewachsene Tiere die obersten Baumwipfel, um vor ihren Feinden geschützt im dort reichlich vorhandenen Sonnenlicht zu baden. Leguane sind in ihren ausgedehnten Revieren tagaktiv, ein regelmäßiger Tag- und Nachtrhythmus ist daher auch in Gefangenschaft unabdingbar. Leider werden immer noch viel zu viele Leguane in beengten Terrarien gehalten, die einer natürlichen Umgebung nicht im geringsten nahe kommen. Wie kann man eine Echse, die normalerweise ein Leben auf Bäumen führt, als "Haustier" auf wenige Quadratzentimeter beschränken? Immer wieder erreichen die Geschäftsführung im Neuenmarkter DschungelParadies Anrufe von Leguanhaltern, die aus unüberlegtem Kauf heraus irgendwann einmal feststellen, dass das Tier zu groß geworden ist und man nun einen "guten Platz dafür" suchen muss.

Wichtige Anforderungen an ein gutes Terrarium für Grüne Leguane wären folgende:

  • sehr groß und geräumig, sowohl horizontal als auch vertikal, mit "Toilette"
  • mindestens 12 Stunden beleuchtet, regelmäßiger Tag- und Nachtwechsel; ultraviolettes Licht - speziell der UV-B-Bereich - ist für Leguane lebensnotwendig, da es den Calcium-Haushalt regelt und dadurch einer gefährlichen Knochenerweichung vorbeugt
  • tagsüber ist eine Temperatur zwischen 25°C und 30°C mit noch wärmerem Sonnenplatz notwendig (Leguane benötigen ausreichende Wärme zur Verdauung ihres Futters); wenn die Temperatur in der Nacht um etwa 3-5° C abfällt, wirkt sich dies sehr gut auf das Wohlbefinden des Tieres aus, da es dem natürlichen Lebensraum entspricht
  • eine gute Belüftung ohne Zugluft (keine starken Temperaturschwankungen)
  • vielfältige Klettermöglichkeiten mit Ruheplätzen (mindestens das 1,5- bis 2-fache des Bauchdurchmessers) und Aussicht, damit das Tier auch seine Außenwelt erforschen kann
  • Wasser zum Trinken und für eine benötigte Luftfeuchtigkeit zwischen 70% und 90% (die auch durch tägliches Besprühen der Wände, Äste und Steine unterstützt werden kann

All diese Anforderungen können Hugo in bestem Maße geboten werden. Nicht nur, dass er in einer geräumigen und tropischen Dschungellandschaft mit perfektem Klima lebt, die zudem durch das Glasdach einen ganz normalen Tagesrhythmus mit ungefiltertem Sonnenlicht zulässt, auch seine Klettermöglichkeiten sind perfekt. Schnell hat er nach seinem Einzug gemerkt, welche Bäume ihn problemlos bis in die höchsten Äste tragen und welche nicht. Und wenn er schon einmal mit einer Pflanze etwas ruppig umgeht und plötzlich mitsamt ihren sämtlichen Abzweigungen umfällt, kann er sich 100%ig auf seine Besitzer verlassen. Die sind nämlich meist, von beunruhigten Besuchern der Anlage benachrichtigt, sofort zur Stelle, um die Pflanze wieder aufzurichten und mit einem Holzstab zu stützen, damit ein zweiter Kletterversuch folgen kann. Täglich frisches Wasser findet Hugo überall verteilt in der Halle, und dabei stört es ihn sichtlich wenig, dass diese Schüsseln eigentlich den unzähligen Wachteln der Anlage gehören. Zudem existiert ein großer Teich mit kleinem Wasserfall, den er ebenfalls regelmäßig aufsucht, um ausgiebig zu schwimmen und beim Auftauchen zwischen den dort eingesetzten Wasserpflanzen von Zeit zu Zeit zumeist ältere Damen fast zu Tode zu erschrecken (die Zitate reichen von "Hilfe, ein Krokodil!" über "Oh Gott, was ist das denn?!" bis zu "Ich muss hier dringend raus!"). Dabei ist Hugo die Ruhe selbst.

Körperbau

Der Körperbau ist, wie bei baumbewohnenden Echsen sehr häufig zu beobachten, seitlich abgeflacht, die Arme und Beine sehr kräftig. Der lange Schwanz, der fast ¾ der gesamten Körperlänge ausmacht, wird zum Balancieren beim Klettern benutzt, ebenso aber z. B. als Ruder beim Schwimmen oder als peitschenähnliche Waffe zur Verteidigung. Die gesamte äußere Hautschicht besteht aus Schuppen, also verdickten Hautzellen, zum Großteil aus Keratin. Leguane besitzen eine lange Reihe von sogenannten Nackenstacheln sowie eine bedeutend kleinere Reihe von Stacheln an der Kehlwamme; die Form und Länge ist abhängig von der Region oder dem Ursprungsland des Tieres. Sehr auffallend, gerade bei ausgewachsenen Männchen, sind die Backen, die an der unteren Ecke des Kiefers direkt von der großen Wangenschuppe bedeckt werden. Diese Schuppe besitzt einen leicht perlmuttfarbenen Schimmer und ist meist deutlich schwarz umrandet, vermutlich soll sie bei Angriffen zur Abschreckung wie ein drittes großes Auge wirken. Die beiden echten Augen sind für den Leguan zur Kommunikation mit Artgenossen äußerst wichtig, da diese Tiere visuell angelegt sind und ihre Umgebung stets auf die Zeichensprache anderer Echsen oder auch möglicher Fressfeinde untersuchen. Schräg unterhalb befinden sich die Ohren, wobei lediglich das Trommelfell entdeckt werden kann, während alle anderen Hörmechanismen innerhalb des Kopfes sitzen. Dass Leguane ein ausgezeichnetes Gehör besitzen, zeigt sich schon allein an der Tatsache, dass Hugo unter einer großen Menschenmenge immer die Stimmen des idea-Personals erkennt und sofort nachsehen muss, ob etwas für ihn Wichtiges passiert. Die Kehlwamme unterhalb des Kopfes übernimmt verschiedene Aufgaben, von der Temperaturkontrolle bis zur Kommunikation mit anderen. Das Maul besitzt Dutzende kleine, aber scharfe Zähne, eine rosafarbene, sehr muskulöse Zunge sowie einige Speicheldrüsen.

Grüner Leguan

Ernährung

Leguane beißen ihre Nahrung nicht, die Zähne dienen lediglich der Perforation von Blättern und sonstigem Futter. Einseitige Ernährung macht, genauso wie Fehlernährung, krank. Was aber ist nun ein ideales Futter für einen Grünen Leguan? Glaubt man bestimmten Büchern, ernährt sich Hugo völlig falsch. Hat ihm denn noch niemand erzählt, dass er Vegetarier sein soll? Vielleicht sollte er selbst einmal nachlesen, dass viele Fachpublikationen davon sprechen, er müsste als ausgewachsener Leguan reiner Pflanzenfresser sein. Wenn aber doch große Schmetterlinge und auch das in Schüsseln am Boden stehende Wachtelfutter ihm ausgezeichnet bekommt! Natürlich wird auch die täglich frisch angebotene Futterschüssel mit verschiedenem Obst (Aprikosen und Brombeeren), Gemüse (Zucchini und Gurken) und vor allem Blattgemüse (Löwenzahn, Eisbergsalat,...) nicht verschmäht, aber es gibt ja noch soviel mehr Gutes in der großen Anlage zu entdecken. Schnell hat Hugo die Stellen mit seinen Leibspeisen Hibiskus und Clerodendrum (Blüten und Blätter) lokalisiert. Seine dicke Wampe ist ihm zwar schon manchmal etwas hinderlich, jedenfalls ist er anfangs in einem Zug auf seine Bäume gelangt, während er nun mindestens einmal zwischendrin pausieren muss. Doch ist er dann endlich oben angelangt, streckt er seine Arme derart elegant am Körper entlang nach hinten und plaziert die Beine parallel zum Schwanz, dass ihm die Entspannung und damit Geborgenheit sichtlich anzumerken ist. Hugo fühlt sich hier im oberfränkischen Neuenmarkt wohl, das kann und soll jeder sehen! Sein Verhalten deutet auf eine ausgesprochene Zufriedenheit, auch wenn seine langgedehnten Ruhephasen häufig mit einem misstrauischen "der ist doch nicht echt!" oder "lebt der denn überhaupt auch?" kommentiert werden.

Eine häufig gestellte Frage:
Sind die Reptilien des idea DschungelParadieses (Leguan, Bartagamen,...) eigentlich kleine Dinosaurier?

Dinosaurier waren Reptilien (Kriechtiere), sind also eine ausgestorbene Reptilienordnung.

Die ersten lebten bereits vor etwa 250 Mio. Jahren. Zu der damaligen Zeit gab es noch keine Erdteile wie heute, es existierte lediglich ein einziger riesiger Kontinent namens Pangaea, weshalb sich die Dinosaurier über die ganze Welt ausbreiten konnten. Knochenfunde beweisen, dass sie auch im heutigen Deutschland beheimatet waren. Das Wort Dinosaurier stammt aus dem Griechischen und bedeutet "schreckliche Echse".

  • die größten Landtiere aller Zeiten waren die Sauropoden, langhalsige, langschwänzige, vierbeinige Pflanzenfresser, die in der Jura- und Kreidezeit (vor etwa 208 - 65 Millionen Jahren) fast auf der gesamten Erde verbreitet waren.
  • 1995 wurde in Neuquen (RA) ein Skelett des größten Fleisch fressenden Dinosauriers entdeckt. Der Gigantosaurus carolinii, der vor ca. 110 Mio. Jahren gelebt hat, war 12 Meter lang und wog 8 Tonnen.
  • als kleinster Saurier gilt der Compsognathus; er war nur 60 Zentimeter lang, soll dafür aber sehr schlau gewesen sein.
  • einige Saurier, zum Beispiel der Pteranodon (ein Reptil, das das Fliegen erlernt hatte) und der Ichthyornis (ein Vogel), konnten sogar fliegen.
  • der erste Dinosaurier, der in die Wissenschaft einging, war der 1824 beschriebene Megalosaurus bucklandi ("große versteinerte Echse"). Noch vor 1818 fanden Arbeiter in einem Steinbruch bei Stonesfield (GB) die Überreste dieses zweifüßigen Fleischfressers, die später im Museum der Universität Oxford ihren Platz fanden
  • der gefährlichste Dinosaurier, Tyrannosaurus Rex, war 14 Meter hoch, 8 Meter lang, wog 6 Tonnen und verschlang täglich 200 Kilogramm Fleisch. Dieser eiskalte Killer war ständig auf der Jagd nach Artgenossen. Seine Beute zermalmte er mit spitzen, über 20 Zentimeter langen Zähnen.
  • 95 % aller Dinos waren aber friedliche Pflanzenfresser.

Dinosaurier starben vor etwa 65 Mio. Jahren aus. Als Ursache hierfür werden verschiedene Theorien genannt, unter anderem Vulkanausbrüche, Kontinentalverschiebungen, Klimaveränderungen und Meteoritenabstürze. Auch die Entwicklung anderer Tiere kann zum Aussterben der Dinosaurier beigetragen haben (z. B. räuberische Säugetiere, die die Eier der Dinos aufgefressen haben).

Aber auch Schmetterlinge werden als einer der Gründe genannt! Die Abspaltung von der Köcherfliege, von der die Schmetterlinge mit einiger Wahrscheinlichkeit abstammen, fand vor etwa 150 Mio. Jahren statt. Zu dieser Zeit (Mesozoikum) waren die Dinosaurier die beherrschenden Tiere unseres Planeten. Sowohl Dinosaurier als auch Schmetterlingsraupen fraßen, bis auf die jeweils räuberisch lebenden Ausnahmen, das gleiche Futter (vorwiegend Blätter, Pflanzenteile,...). Da die heutigen Hauptfeinde der Raupen (z. B. Vögel) zu der damaligen Zeit aber noch nicht existierten, konnten sich diese Vorstufen der Schmetterlinge explosionsartig vermehren und den relativ trägen Sauriern das Futter wegfressen.

© Fotos: idea DschungelParadies Neuenmarkt

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