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Unser "Tiere A-Z" ist eine Ansammlung von Informationen über exotische Tiere; nicht alle hier aufgelisteten Arten sind zur Zeit bei idea zu sehen.

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Kaiserskorpion Pandinus imperator

Verbreitungsgebiet:Afrika (mit Ausnahme der Sahara)
Aussehen:

schwarz

Körperlänge:bis ca. 25 cm
Ernährung:Insekten wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Käferlarven - in freier Wildbahn mit Vorliebe auch Hundert- und Tausendfüßler
Verhalten:ruhen am Tag in ihren Höhlen
Skorpion

Skorpione - Faszination Giftstachel

Neben Vogelspinnen zählen auch Skorpione zu der Überordnung "Spinnentiere". Halter von Skorpionen stoßen in ihrer unmittelbaren Umgebung sicher zum Großteil auf Ablehnung oder Unverständnis. Wozu sich mit Lebewesen auseinandersetzen, die für den Menschen tödlich sein können? Gleichzeitig geht aber gerade von solch scheinbar unberechenbaren, gefährlichen Tieren eine ganz eigene Faszination aus. Was wissen wir schon über Skorpione, außer eben, dass sie gefährlich sein können? Wozu existiert ihr Giftstachel? Wie leben diese Tiere im allgemeinen? Wo trifft man sie an?

Lebensweise

Skorpione gehören innerhalb der zoologischen Systematik der Ordnung der Gliederfüßer an und sind Teil der Spinnentiere (Arachnida). Ihr Körper gliedert sich in zwei Abschnitte, wobei Kopf und Brust verschmolzen sind zum Vorderkörper, an den sich direkt der Hinterleib anschließt. Die Kiefer-klauen werden zum Zerkleinern der Nahrung verwendet, die mächtigen Scheren dienen dem Fangen und Fixieren der Beute. Am Schwanz besitzen alle Skorpione einen Giftstachel, der aber kein spezieller Körperanhang ist, sondern als echtes Teil des Hinterleibes gilt. Skorpione bewohnen vornehmlich tropische und subtropische Gebiete der Erde, sind in diesen Bereichen aber weltweit vertreten.

Skorpion
Skorpion

Beutefang

Die meist nachtaktiven Tiere ergreifen mit ihren Scheren ihre Beute und versuchen, diese damit zu zerdrücken. Lediglich, wenn sich das Opfer zu stark wehrt, wird der Giftstachel über den Kopf nach vorne gebeugt und das Beutetier damit gestochen. Das Gift führt zu einer Lähmung, so dass der Skorpion sein Fressen nun in kleinere Stücke zerlegen kann. Alle Arten sind ausgesprochene Jäger, zu ihren Beutetieren zählen Insekten, Spinnen, kleinere Schlangen u.ä.

 

Gefahr für den Menschen

Skorpionhaltung ist auf keinen Fall etwas für Anfänger in der Terrarienhaltung, denn der Umgang mit ihnen kann unter Umständen gefährlich sein. Stiche von bestimmten Arten bedürfen schnellster Serumtherapie, Maßnahmen wie Kühlen der Stichstelle, Aussaugen etc. sind völlig sinnlos. Neben brennenden Schmerzen um die Stichstelle zeigen sich Symptome wie erhöhte Speichelabsonderung, Schwitzen und Muskelkrämpfe (vorwiegend Krämpfe in der Rückenmuskulatur). Die toxische Wirkung kann bei entsprechender Dosierung bereits nach wenigen Stunden zur Atemlähmung und dem damit verbundenen Tod des Gestochenen führen. Von den weltweit etwa 1000 Arten können allerdings geschätzt lediglich ein Dutzend tödlich für den Menschen sein, wobei diese Arten alle der Familie Buthidae angehören und vornehmlich in Halbwüsten und Wüsten leben.

Skorpion

Beschreibungen einiger interessanter Arten in Kurzform

Androctonus australis ("Sahara-Dickschwanzskorpion"): Große, sehr giftige Skorpionart aus Nordafrika; der gelbe Saharaskorpion zählt zu den giftigsten überhaupt

Brachistosternus ehrenbergi ("Equadorskorpion"): Mittelgroße, gelbschwarze Skorpionart mit relativ kräftigen Scheren, vermutlich nicht so stark giftig

Buthus occitanus ("Gemeiner Mittelmeerskorpion"): Gelbe, mittelgroße und wüstenbewohnende Art, vermutlich eher stärker giftig

Centruroides vittatus: Hübsch gezeichnete Art aus dem Südosten der USA, die den Schwanz nicht nach oben über den Körper rollt, sondern seitlich hält

Hadogenes bicolor ("Spaltenskorpion"): Diese Art ist zwischen Bauch und Rücken stark abgeflacht, was ein Liegen zwischen Felsspalten und flachen Steinen ermöglicht. Der Stachel wird nur zur Abwehr von Störenfrieden benutzt.

Heterometrus cyaneus ("Schwarzer Riesenskorpion"): Dies ist das asiatische Gegenstück zum afrikanischen Riesenskorpion. Sie bleiben nur gering kleiner, bewohnen den gleichen Lebensraum

Pandinus africanus ("Rotscheren-Riesenskorpion"): Großer Skorpion mit leicht rötlichen Scheren, eher mäßig giftig

Pandinus imperator ("Der Afrikanische Riesenskorpion"): dieser Skorpion bewohnt ein großes Gebiet in Zentralafrika; er besiedelt viele Bereiche, zum Beispiel Wälder, Weiden oder auch Steppen, in Kenia aber auch in feuchteren Gebieten. Besondere Kennzeichen: Pandinus imperator ist einheitlich schwärz gefärbt, mit glänzender Oberfläche, und kann bis ca. 25 cm groß werden - damit gilt er als größter Skorpion der Erde. Die Tiere haben sehr kräftige und rauhe Scheren.

Scorpio maurus ("Marokko-Skorpion"): Mittelgroße, gelbe und sandbewohnende Art aus Nordafrika, giftig

Vejovis carolinensis: Weit verbreitete Art aus dem Südosten der USA, recht harmlos und daher problemlos zu halten

© Fotos: idea DschungelParadies Neuenmarkt

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