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Unser "Tiere A-Z" ist eine Ansammlung von Informationen über exotische Tiere; nicht alle hier aufgelisteten Arten sind zur Zeit bei idea zu sehen.

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Argiope species (Radnetz- oder Wespenspinne)

Wespenspinne Argiope species

Verbreitungsgebiet:Barbados (Feuchtwälder, immer in Busch- oder Baumhöhe )
Aussehen:unverwechselbar ist der weiß-gelbe Hinterleib, der mit schwarzen Querbändern wespenähnlich gezeichnet ist
Ernährung:Insekten (bevorzugt Heuschrecken)
Verhalten:wie fast alle Spinnen produziert auch Tekla ein Gift, das zum Töten der Beute dient. Für uns Menschen ist das nicht gefährlich, auch, weil die Giftklauen kaum geeignet sind, die menschliche Haut zu durchdringen.

Die Vogelspinne - Herkunft und Namensgebung

Vogelspinnen existieren bereits seit mehr als 300 Millionen Jahren auf unserem Planeten und gehörten im Karbonzeitalter sogar zu den häufigsten Spinnen überhaupt. Die Naturforscherin Maria Sybilla Merian zeichnete auf einer ihrer Reisen, die sie Ende des 17., Anfang des 18. Jhr. nach Surinam führten, eine große, gerade einen Vogel verspeisende Spinne, was zum lateinischen Namen Aranea avicularia (zu deutsch "Vogelspinne") führte. Irrtümlich wird ein Tier dieser Gattung heute häufig als Tarantel bezeichnet, vor allem im amerikanischen Raum - eine Tarantel jedoch ist eine völlig andere Spinnenart (Wolfsspinne).

Zoologische Systematik

Vogelspinnen zählen zur Gruppe der wirbellosen Tiere, die wiederum in verschiedene Untergruppen aufgeteilt ist. Der Stamm der Gliederfüßer zweigt sich in Spinnentierverwandte (Arachnata), in die Klasse der Spinnentiere (Arachnida) und letzlich in die Ordnung Echte Spinnen oder Webspinnen (Araneae). Die darin nun integrierten Vogelspinnen (unter ihnen die größten heute überhaupt lebenden Spinnen) besiedeln mit etwa 800 Arten weite Bereiche der Tropen und Subtropen.

Beutefang

Vogelspinnen sind überwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv und gelten als Lauerjäger, bauen also keine Fangnetze wie andere Spinnen, sondern warten, bis mögliche Beute ihren Weg kreuzt. Aus diesem Grunde ist es auch wichtig, die Terrarien zur Haltung von Vogelspinnen nicht allzu groß zu wählen, damit Futtertieren nicht die Gelegenheit des ständigen Ausweichens geboten wird. Futtertiere sind überwiegend Insekten, größere Vogelspinnen bevorzugen ab und zu aber auch kleinere Mäuse, Vögel oder Echsen. Mit ihrem gezielten Giftbiss spritzt sie gleichzeitig eine Verdauungsflüssigkeit in den Körper der Beute, die diesen dann nach und nach auflöst und verflüssigt. Somit kann die Spinne, die aufgrund ihres engen Schlundes keine großen Teile verzehren kann, diesen Nahrungsbrei aufsaugen.

Gefahr für den Menschen

Wie alle Spinnen erbeutet auch die Vogelspinne ihr Futter mit einem Lähmungsgift. Ein solcher Biss ist zwar schmerzhaft, aber für Menschen weitaus ungefährlicher als von vielen angenommen. Wegen der Gefahr einer Blutvergiftung ist es zwar immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen, das Gift ansich ist aber lediglich mit dem einer Biene oder Wespe zu vergleichen und für einen gesunden Menschen daher problemlos zu verkraften. Bei Allergikern ist ein lebens-bedrohlicher Schock allerdings nicht ganz auszuschließen. Vogelspinnen aus Amerika beherrschen eine besondere Form der Verteidigung; sie wenden Angreifern ihren Abdomen (Hinterleib) zu und streifen dem Feind die dort befindlichen Brennhaare mit schnellen Bewegungen entgegen - Menschen spüren die Wirkung als starkes Jucken und Brennen auf der Haut, beim Einatmen kann die Lunge geschädigt werden.

Fortpflanzung

Paarungswillige Weibchen spinnen um ihren Wohnraum feine Fäden, die mit einem Sexuallockstoff (Pheromon) versehen sind. Ein somit angelocktes Männchen signalisiert durch Beintrommeln seine Bereitschaft; sobald Körperkontakt zustande gekommen ist, hebt es das Weibchen mit dem vorderen Beinpaar hoch und pumpt mit den an den Tastern befindlichen Paarungsorganen den Samen in die Spermathek (Samentasche) des Weibchens. Nach der Begattung wird der Samen bis zur Eiablage dort gelagert. Etliche Wochen oder gar Monate später beginnt das Weibchen mit dem Bau eines Kokons, in den die Eier abgelegt werden (je nach Art ca. 40 bis 1500 Eier). Dieser Kokon wird vom Weibchen zwischen den Beisszangen herumgetragen, bis die Jungspinnen ihn verlassen.

Lebensdauer

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Vogelspinne liegt bei etwa 4 bis 10 Jahren beim Männchen (diese sterben häufig 2 bis 3 Jahre nach der Geschlechtsreife) und bis zu 25 Jahren bei weiblichen Tieren. Im Laufe dieser Zeit müssen sich Vogelspinnen mehrmals häuten. Hierzu legen sich die meisten Arten auf den Rücken und pressen große Mengen Blut in den Vorderleib, bis schließlich die Naht zu den Gliedmaßen aufplatzt. Nachdem auch noch der Chitindeckel des Vorderleibes beiseite gefallen ist, kann die Spinne langsam aus ihrer alten Haut heraussteigen.

Brachypelma albopilosum (Kraushaar-Vogelspinne)

Kraushaar-Vogelspinne Brachypelma albopilosum

Verbreitungsgebiet:Costa Rica, Guatemala, Honduras; sie lebt dort im Regenwald in Röhren unter Steinen etc.
Aussehen:Grundfärbung dunkelbraun, die längeren Haare des Körpers sind heller und an den Spitzen gekräuselt
Körperlänge:bis etwa 7 cm
Ernährung:kleinere bis größere Insekten (Grillen, Heimchen)
Verhalten:friedlich, verteidigt sich durch Bombardieren mit Ihren Brennhaaren; Brachypelma albopilosum wird häufig als ideale Spinne für Anfänger empfohlen

Brachypelma emilia (Rotbein-Vogelspinne)

Rotbein-Vogelspinne Brachypelma emilia

Verbreitungsgebiet:Mexiko und verschiedene weitere mittelamerikanische Gebiete; bodenbewohnend
Aussehen:Grundfärbung braun mit gelb-orangenem Haarsaum, deutliche orange-rote Zeichnung an den Beinen - eine der schönsten Vogelspinnen!
Körperlänge:etwa 5 bis 6 cm
Ernährung:kleinere bis größere Insekten (Grillen, Heimchen)
Verhalten:gilt als nicht ganz so friedlich, wobei unser "Emilio" aber ausgesprochen zahm ist; verteidigt sich wie alle Brachypelma-Arten durch Bombardieren mit Ihren Brennhaaren

Brachypelma epicureanum

Brachypelma epicureanum

Verbreitungsgebiet:

über Brachypelma epicureanum ist leider wenig bekannt, vermutlich ist diese Art im mittelamerikanischen Raum beheimatet (jegliche Hinweise sind herzlich willkommen!)

Aussehen:Grundfärbung dunkelbraun bis schwarz mit stark rötlich leuchtenden Haaren am Abdomen
Körperlänge:etwa 5 cm
Ernährung:kleinere Insekten (Grillen, Heimchen)
Verhalten:vermutlich eher friedlich, zumindest können wir dies von unserer kleinen "Wilma" sagen

Brachypelma smithi (Rotknie-Vogelspinne)

Rotknie-Vogelspinne Brachypelma smithi

Verbreitungsgebiet:Mexico, Wüste und Halbwüste - Brachypelma smithi baut Röhren unter Steinen und in Hänge
Aussehen:Grundfärbung braun, Vorderleib mit gelb-orangenem Haarsaum, Patellen orange-rot
Körperlänge:bis etwa 7 cm
Ernährung:kleinere bis größere Insekten (Grillen, Heimchen)
Verhalten:friedlich, verteidigt sich durch Bombardieren mit Ihren Brennhaaren

Beschreibung einiger der interessantesten Vogelspinnenarten in Kurzform

Acanthoscurria musculosa ("Braune Urwaldvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Südamerika, lebt in trockenen Gebieten im Bodengrund

Aussehen: Grundfärbung dunkelbraun, die längeren Körperhaare sind heller gefärbt

Acanthoscurria geniculata ("Weißknie-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Aussehen: Grundfärbung braun, die Patellen sind weiß gezeichnet

Aphonopelma stoicum ("Seidenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Trockenwald und Grassteppe Südamerikas
Aussehen: braune Grundfärbung mit schwarzen Beinen, seidig glänzend und auffallend kräftig

Avicularia bicegoi ("Rotbraune Baumvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Kolumbien
Aussehen: dieses Tier ist rötlich braun und recht stark behaart, auffallend sind die roten Füße

Avicularia versicolor ("Baumvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: in weiten Teilen des Regenwaldes von Martinique, baut Gespinnste in Blattachseln
Aussehen: Grundfärbung grün-schwarz, der Vorderleib schimmert metallisch grün, die längeren Haare des Hinterleibes und der Beine sind rötlich gezeichnet

Brachypelma albopilosum ("Kraushaar-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Regenwald von Costa Rica, Guatemala, Honduras; lebt dort in Röhren unter Steinen oder Rindenstücken
Aussehen: Grundfärbung dunkelbraun, die längeren Haare des Körpers sind heller und an den Spitzen gekräuselt

Brachypelma boehmei ("Orangebein-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: sie stammt aus den trockenen Regionen Mexikos und lebt in eigens gegrabenen Wohnhöhlen
Aussehen: besticht durch ihre auffallende Orangefärbung; die obere Chitinplatte des Vorderleibes (Carapax) ist fast einfarbig hellbraun bis beige, die sonstige Grundfärbung dunkelbraun bis schwarz

Brachypelma emilia ("Rotbein Vogelspinne", bodenbewohnend)
Aussehen: wunderschöne, friedliche Art mit rotem Beinstück

Brachypelma smithi ("Rotknie-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: sie lebt überwiegend in Mexiko und baut in dortigen Wüsten oder Halbwüsten ihre Höhlen in Hänge oder unter Steinen. Brachypelma smithi gilt als recht friedlich
Aussehen: Grundfärbung braun, die Patellen sind orange-rot gezeichnet, am Vorderleib fällt ein gelb-orangener Haarsaum auf - eine der schönsten Vogelspinnen überhaupt

Chaetopelma aegyptiacum ("Ägyptische Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: außer in Ägypten auch in Zypern oder der Türkei zu finden; sie baut glockenartige Gespinnste unter Steine oder in Mauerwerk , lebt in Strauchsteppe, Wald oder in Häusern und ist besonders bei Dunkelheit sehr aktiv
Aussehen: Grundfärbung braun, am Vorderleib goldbraun

Chromatopelma cyaneopubescens (bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Savannenwald Nord-Venezuelas
Aussehen: Grunfärbung blau, der Vorderleib schimmert grün, der Hinterleib ist mit roten Haaren besetzt

Cyclosternum fasciata ("Wespenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt im Bodengrund der mexikanischen Steppe
Aussehen: wunderschöne, aber klein bleibende Art mit Wespenzeichnung auf dem Hinterleib

Grammostola molicoma ("Schwarze Riesenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Argentinien
Aussehen: sehr seltene, friedliche und große Art, die überwiegend schwarz gefärbt ist

Grammostola spatulata ("Rote Chile-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Chile
Aussehen: sehr dichte Körperbehaarung, rot schimmernder Carapax

Haplopelma lividum ("Blaubein-Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: baut tiefe Bodenröhren im Regenwald von Mittel-Thailand und vermutlich auch Laos und Burma
Aussehen: eine der schönsten Vogelspinnen mit bräunlichem Körper, die Beine schimmern metallisch blau und grünlich, die Taster besitzen rötlich Haare

Haplopelma schmidti (bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt im Regenwald von Nordvietnam
Aussehen: Braune Grundfärbung, die Haare auf den Beinen und dem Vorderleib sind länger und gelblich, der Hinterleib besitzt ein schönes Zeichnungsmuster

Hysterocrates gigas ("Riesenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt überwiegend versteckt in Afrika
Aussehen: sehr große, braun-schwarze Vogelspinne

Iridopelma hirsuta ("Baumvogelspinne", baumbewohnend)
Aussehen: als Jungtier sehr hübsch, bläulich mit weißer Zeichnung und rostrotem Strich über den Rücken

Lasiodora parahybana ("Riesenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Trockenwald und Strauchsteppe Brasiliens
Aussehen: sehr große, bräunliche Art, die als relativ friedlich gilt

Pamphobateus antinous ("Riesenvogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt im Regenwald von Peru
Aussehen: eine der größten und massigsten Vogelspinnen der Welt; Grundfärbung hellbraun, Hinterleib dunkler gezeichnet mit längeren Haaren

Phormictopus cancerides (bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Haiti und Dominikanische Republik, lebt dort versteckt unter Steinen oder Laub im Trockenwald oder der Strauchsteppe
Aussehen: Grundfärbung dunkelbraun bis schwarz

Poecilotheria fasciata ("Ceylon-Baumvogelspinne", baumbewohnend)
Verbreitungsgebiet: eine wunderschöne, baumbewohnende Art, die aber leider als etwas agressiv gilt. Diese Spinnen leben in Waldgebieten, wo sie sich in Astlöchern oder -höhlen ihre Verstecke bauen.
Aussehen: Grundfärbung braun (dunkel) mit hübschem Zeichnungsmuster auf dem gesamten Körperbereich. Beine und Taster sind gefleckt, die Beinunterseiten knallig gelb gefärbt.

Poecilotheria formosa (baumbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt in Wäldern Südindiens
Aussehen: braun mit weißem Zeichnungsmuster auf dem Körper, die Beine sind weiß-braun gefleckt

Poecilotheria ornata ("Ornament-Vogelspinne", baumbewohnend)
Verbreitungsgebiet: Waldgebiete in Südindien
Aussehen: große, etwas aggressive Art mit hübscher Ornamentzeichnung auf dem Rücken und gelber Färbung an den Beinen

Psalmopoeus cambridgei ("Ornament-Vogelspinne", baumbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt in Kokos- und Bananenplantagen im Regenwald Trinidads
Aussehen: Grundfärbung grau-grün, Vorderleib grün, Hinterleib mit hübschen Zeichnungen; die vorderen Beinglieder besitzen einen roten Strich

Pterinochilus vorax ("Afrikanische Vogelspinne", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: baut Röhren in den Boden der Savanne in Tansania, Zaire und Burundi
Aussehen: Grundfärbung braun-grau mit weißen Gelenkringen, der Hinterleib besitzt ein Zeichnungsmuster aus Punkten und Strichen

Theraphosa blondi ("Der Gigant", bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: diese Riesen sind ursprünglich in Französisch-Guyana, Venezuela und der gesamten Nordostküste Südamerikas beheimatet
Aussehen: Grundfärbung von braun bis schwarz ohne weitere Farbmusterung - die größte Vogelspinnenart der Welt mit einer Beinspannweite von bis zu 28 cm! Sie leben von großen Insekten, aber auch kleinen Nagern, Vögeln und Echsen

Tmesiphantes spinopalpus (bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: lebt im Trockenwald von Paraguay
Aussehen: grau-braun ohne weiteres Muster

Vitalius platyomma (bodenbewohnend)
Verbreitungsgebiet: baut Röhren in den Boden des Savannenwaldes von Südost-Brasilien
Aussehen: Grundfärbung kaffeebraun, das erste Glied aller Beine ist dunkler gefärbt

© Fotos: idea DschungelParadies Neuenmarkt

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