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... die Fotografen lagen nicht nur Bikern und Polizisten zu Füßen ...
Tag
1 - 07. 11. 2005 Flug von Frankfurt
über Atlanta nach Orlando Tag
2 - 08. 11. 2005 Wir fahren über
den Highway nach Daytona Beach und von dort direkt an der Ostküste entlang nach
Norden bis St. Augustine. Dieser beliebte Touristenort im Norden bietet eine Fülle
an historischen Bauwerken. Sehr sehenswert ist etwa der dortige Leuchtturm, der
besichtigt und bestiegen werden kann und nachts faszinierend leuchtet.

Leuchtturm in St. Augustine - Treppenaufgang und von außen
Tag
3 - 09. 11. 2005 Eine Attraktion
aus der Zeit der spanischen Militärherrschaft befindet sich am Hafeneingang der
Stadt St. Augustine: das imposante Castillo de San Marcos, erbaut von 1672-95.
Mit seinem Kanonendeck und vier Meter dicken Mauern aus Coquina, einem porösen
Muschelgestein, bot es ausreichend Schutz vor angreifenden Truppen und Kanonenbeschuss.
Nach erneutem Aufenthalt im historischen Bezirk fahren wir auf der Scenic Route
am St. Johns Lake entlang durch den Ocala National Forest bis nach Ocala. Hier
erstreckt sich der größte Sandpinienwald der Welt, Flüsse und Wanderwege durchziehen
das Gebiet (eines der letzten Rückzugsgebiete des bedrohten Schwarzbären und Heimat
vieler anderer Tiere wie Hirsche, Otter, Weißkopfseeadler,...). Tag
4 - 10. 11. 2005 Von Ocala aus geht
es an die Westküste Floridas zur Crystal Bay und dem Homosassa Springs Wildlife
Park, wo wir das Wappentier von Florida, Manatees (Seekühe), im seichten Wasser
des Ufers beobachten können. Nach unserem Aufenthalt fahren wir wieder südwärts
die Küste entlang bis Tampa. Tag
5 - 11. 11. 2005 Wir verbringen den
gesamten Tag in St. Petersburg und Umgebung. St. Petersburg, von den Einheimischen
liebevoll "St. Pete" genannt, liegt an der Westküste Floridas zwischen der Tampa
Bay und dem Golf von Mexiko. Mit durchschnittlich 361 Sonnentagen im Jahr ist
die Stadt besonders bei Senioren sehr beliebt, viele Rentner haben ihre Alterswohnsitze
dorthin verlegt. Bereits 1885 pries die "American Medical Association" auf einer
Konferenz das Wetter in St. Petersburg als sehr gesundheitsförderlich. Dies wurde
schnell einer großen Öffentlichkeit bekannt und kurze Zeit später strömten die
ersten sonnenhungrigen Touristen in die Stadt. Das angenehme Klima fand sogar
Eingang ins Guiness Buch der Rekorde: St. Petersburg kann auf 768 aufeinander
folgende Sonnentage verweisen! 
Die bekannte Sunshine Skyway Bridge überspannt die Mündung der Tampa
Bay
 | Tag
6 - 12. 11. 2005 Weiterfahrt, immer
an der Küste entlang über Venice und andere schöne Städtchen, nach Fort Myers.
Entlang des Caloosahatchee River führt der von Königspalmen gesäumte McGregor
Boulevard in dieses einstige Fischerdorf. Prominentester Einwohner seinerzeit
war der Erfinder Thomas Alva Edison, der den Ort Ende des 19. Jahrhunderts zu
seinem Winterwohnsitz erkor. Edison war es auch, der die Königspalmen aus Kuba
importieren und anpflanzen ließ. Abends fahren wir gleich einmal nach Sanibel
Island, um dort die Tiere, unter anderem Alligatoren, und den Sonnenuntergang
zu erleben. | 
Tag
7 - 13. 11. 2005 Wir verbringen den
Vormittag ab Sonnenaufgang auf Sanibel Island (mit seinen bekannten Muschelstränden).
Das Ding Darling National Wildlife Refuge dort ist ein hervorragender Ort zum
Beobachten und Fotografieren von Vögeln, die teils sehr an Menschen gewöhnt sind
und daher relativ kurze Entfernungen zulassen. Über die Corkscrew Swamp Sanctuary
fahren wir bis Naples. Die Corkscrew Swamp Sanctuary ist ein tolles Naturreservat,
das der National Audubon Society angehört.

Ibis und Muschelsucher auf Sanibel Island

Corkscrew Swamp
Tag
8 - 14. 11. 2005 Viel Glück
beschert uns der heutige Morgen - wir finden auf Marco Island die Höhle von
unterirdisch lebenden, geschützten Eulen und können die kleinen sogar
ausgiebig fotografieren. Die Scenic Route geht es danach entlang durch das Big
Cypress National Preserve und die Miccosukee Indian Reservation bis nach Florida
City. 
Tag
9 - 15. 11. 2005 Die Everglades,
wegen ihrer endlosen Graslandschaften auch bekannt als "Fluss aus Gras", sind
ein riesiges Sumpfgebiet, das die Südspitze Floridas fast komplett bedeckt. Nur
etwa ein Fünftel des gesamten Gebiets steht als "Everglades National Park" unter
Schutz. Die Tierwelt ist nicht nur für Nordamerika, sondern sogar weltweit einzigartig.
Der Nationalpark bietet Lebensraum für mehr als 50 Meeres- und Landsäugetiere,
über 50 Reptilienarten, ein Dutzend verschiedene Amphibien und mehr als 300 Vogel-
und 500 Fischarten. Das Besondere ist nicht nur die Artenvielfalt, sondern gerade
die Häufigkeit in der viele seltene Arten hier vertreten sind. Zu den bekanntesten
tierischen Bewohnern gehören Alligatoren und Krokodile. Der beinahe ausgerottete,
heute aber wieder häufig vorkommende Amerikanische Alligator lebt im Süßwasser
und wird bis zu sechs Meter lang. Sein Artverwandter, das Amerikanische Krokodil
gehört zu den vom Aussterben bedrohten Tieren. Einige wenige Exemplare seiner
Art leben im Mangrovengürtel des Nationalparks, der aus einem Labyrinth aus schmalen
Wasserwegen besteht. Außerdem leben in den Everglades Seekühe, Schildkröten, Delphine
und der einzigartige, ebenfalls vom Aussterben bedrohte Florida-Panther. Die Meeresschildkröten
werden bis zu 300 kg schwer und suchen die Sandbänke des Parks zur Eiablage auf.
Größtes und häufigstes Landsäugetier ist der Weißwedelhirsch. Zu bestimmten Jahreszeiten
fühlen sich in den Sümpfen der Everglades die Wasser- und Zugvögel auch sehr wohl.
Erstaunlich ist außerdem die große Anzahl an heimischen Schlangenarten. Die Everglades
gehören zu den bemerkenswertesten Vogelreservaten. Sie sind im Winter am dichtesten
bevölkert, da viele Tiere, insbesondere Vögel, wie Pelikane, Weißkopfadler, Möwen,
Reiher und Falken hier ihr Winterlager errichten. Zu den unangenehmsten Tieren
zählen wohl die Blutschnecken und über 15 aggressive Mückenarten. Für die üppige
und vielfältige Pflanzenwelt der Everglades sind die besondere Lage und das subtropische
Klima Floridas verantwortlich. Das Parkgebiet lässt sich in sechs Vegetationszonen
unterteilen. Im seichten Brackwasser der Florida Bay gedeiht hervorragend Seetang
und auf den etwa 100 kleinen Inseln der Bucht, die aus verrotteten Mangroven bestehen,
wachsen neue Mangroven nach. Die trockenen Küstenböden sind sehr salzhaltig, dennoch
finden Kakteen, Agaven und Yuccas hier ideale Lebensbedingungen. Hinter dem seichten
Wasser beginnt die Mischzone aus Süß-und Salzwasser. Hier liegt der so genannte
Mangrovengürtel, durch den sich ein Labyrinth aus schmalen Wasserwegen zieht.
Weiter landeinwärts, im ausschließlich süßen Wasser folgen die Zypressensümpfe.
Die Pflanzen bilden einen Wald, dessen Boden überall mit Riedgras bewachsen ist.
Dieses hohe Gras macht erst die eigentlichen Everglades aus. Ihre flache Graslandschaft,
die von seichtem Wasser überflutet wird, ihre das ganze Jahr nicht austrocknenden
Teiche und Tümpel und natürlich die bekannten Hammocks, die kleine Unterbrechungen
in der scheinbar endlosen Graslandschaft darstellen. Die Hammocks sind kleine
baumbestandene Kalksteininseln. Die Bäume gedeihen nur knapp über der Wasseroberfläche
und bleiben meist von Grasbränden verschont. Die Wälder der Hammocks bestehen
aus großen Bäumen wie Königspalmen und vielen verschiedenen tropischen Hölzern.
Die kleinen Sträucher, wie wilder Kaffe und wilder Wein, sowie viele Farn- und
Moosarten bilden einen dichten Wald. Orchideen und andere Luftpflanzen gedeihen
auf Baumästen und umgestürzten Bäumen. Leider
können wir aufgrund der beiden kurz vor unserem Besuch durch Florida gezogenen
Hurrikans nur die halbe Strecke fahren, weil der Ort Flamingo in den Everglades
zerstört ist und weite Teile abgesperrt waren. Dennoch
können wir ein paar schöne Tiermotive finden.



Tag
10 - 16. 11. 2005 Es geht die Florida
Keys entlang bis Key West, wo wir einen hervorragenden Sonnenuntergang erleben.
Auch dort hat der Hurrikan Teile des Pier und der Stadt zerstört, der Tourismus
scheint darunter aber nicht gelitten zu haben.


Key West
Tag 11 - 17.
11. 2005 Heute fahren wir Richtung
Norden nach Miami bzw. Miami Beach. Miami, pulsierende Metropole und wirtschaftliches
Zentrum Floridas, ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Zahlreiche Einwanderer aus
Kuba, der Karibik und Lateinamerika haben hier Zuflucht gefunden und mit ihrer
Lebensart die Stadt geprägt, wie etwa im Viertel "Little Havanna". Wir besuchen
nach Downtown mit seinen interessanten Hochhäusern noch das beeindruckende
Holocaust Memorial, wo wir bis zum Abend verbringen. 

Tag
12 - 18. 11. 2005 Weltberühmt für
seinen "Art Deco District" ist das vorgelagerte Miami Beach, das durch mehrere
Brücken mit dem Festland verbunden ist. Ein Spaziergang entlang des Ocean Drive
ist wie eine Expedition durch die neuesten Trends und Stilrichtungen. Die Straße
verläuft parallel zum Strand von der 15th Street bis zum South Point Drive und
gilt als Flaniermeile der Reichen und Schönen - oder derer, die glauben, es zu
sein. Am Ocean Drive liegt ein Café neben dem anderen, der motorisierte Verkehr
beschränkt sich auf Mustangs aus den Sechzigern und chromglitzernde Harley Davidsons.
Abends verwandelt sich die Straße in das Zentrum des Nachtlebens mit Dance-Clubs,
aus denen Salsa- oder Techno-Musik nach draußen schallt. Für Modefans gehört es
zum Pflichtprogramm, die dreistöckige, im spanischen Stil erbaute Residenz des
1997 ermordeten Modezaren Gianni Versace aufzusuchen; die 1930 erbaute Villa Casuarina
liegt am 1114 Ocean Drive. Das andere Gesicht ist das architektonische: Hunderte
von Art-Deco-Gebäuden wurden in den letzten Jahren restauriert. Einige können
Sie nur anschauen, andere kann man besichtigen, denn hier sind heute Cafés und
Hotels untergebracht. Auf der Rückfahrt von Miami - nach kurzem Besuch des Art
Deco Viertels - geht es Richtung Orlando "querfeldein" nach Cocoa Beach.
Tag 13 - 19. 11. 2005
Das Tor zum Universum liegt an Floridas Ostküste - das John F. Kennedy Space Center
auf Merritt Island, einige Kilometer westlich von Cape Canaveral. Von hier aus
treten sämtliche bemannten Raumfähren der USA ihre Reise ins Weltall an. Doch
auch ohne den Start eines Spaceshuttles bleibt der Besuch des Kennedy Space Centers
ein Erlebnis - Fotomotive zum Thema "Technik" in rauhen Mengen! Außerdem haben
wir zuvor das Merritt Island National Wildlife Refuge ganz in der Nähe besucht. 
Tag
14 - 20. 11. 2005 Rückfahrt und -flug
von Orlando über New York nach Frankfurt Tag
15 - 21. 11. 2005 Ankunft (1 Tag
Zeitverschiebung) in Frankfurt Fazit:
3100 Kilometer auf dem Tacho - wenig Schlaf - viele tolle Fotomotive - Unmengen
Dias und gefüllter Speicherkarten - wir freuen uns schon auf einen nächsten
gemeinsamen Trip ... Fotos:
© Christine Ströhlein |